Einbindung von Projektbeteiligten
Das länderübergreifende Entschädigungsprogramm für den Wegerechtserwerb (Overarching Livelihood Restoration Plan – O-LRP) ist ein Aktionsplan, der zur Festlegung von wichtigen Grundsätzen zur Identifizierung und Unterstützung der vom Projekt betroffenen Personen und Liegenschaften erstellt wird. In Übereinstimmung mit den nationalen Anforderungen und den Anforderungen und Richtlinien der internationalen Finanzinstitute (IFI) sieht der LRP Entschädigungen und Maßnahmen zur Handhabung und zum Ausgleich von durch das Projekt verursachten Auswirkungen auf die Existenzsicherung von Personen in den Transitländern vor.
Die Entschädigungsprogramme für den Wegerechtserwerb (Livelihood Restoration Plans – LRPs)) sind die landesspezifischen Entschädigungsprogramme für Wegerechtserwerb in Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Sie wurden zur Festlegung der Entschädigung für Wegerechtserwerb für alle relevanten vom Projekt betroffenen Personen und Liegenschaften und für den Ausgleich von möglichen, durch das Projekt verursachten Auswirkungen auf die Existenzsicherung von Personen gemäß den nationalen Anforderungen und den Anforderungen und Richtlinien der internationalen Finanzinstitute erstellt.
Sowohl der länderübergreifende als auch die landesspezifischen Entschädigungsprogramme für den Wegerechtserwerb sind Teil eines größeren Paketes von Dokumenten zur Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung. Dieses Dokumentenpaket wird gemäß der nationalen Gesetzgebung den Richtlinien der internationalen Finanzinstitute sowie der international bewährten Praktiken in jedem Transitland öffentlich zugänglich gemacht. Die allgemeinen für das Projekt anwendbaren Grundsätze für den Veröffentlichungs- und Konsultationsprozess werden im Rahmenwerk zur Einbindung von Projektbeteiligten bereit gestellt. Relevante Details zur Implementierung werden in den Plänen zur Einbindung der Projektbeteiligten angeführt, welche die Tätigkeiten zur Veröffentlichung und Konsultation sowie andere Aktivitäten zur Einbindung von Projektbeteiligten von der Umweltverträglichkeitsprüfung bis hin zur Bau- und Betriebsphase des Projektes festlegen.
Bitte klicken Sie hier, um weitere Informationen zu LRP-Aktivitäten in Ungarn zu erhalten.
Das “Rahmenwerk zur Einbindung von Projektbeteiligten (Stakeholder Engagement Framework – SEF)” gibt die allgemeinen Grundsätze für die Veröffentlichung und Konsultation sowie die Methoden für die Einbindung von Projektbeteiligten vor, die für das Projekt gelten werden. Ziel des Rahmenwerks zur Einbindung von Projektbeteiligten ist es, bei der Interaktion mit den lokalen, nationalen und internationalen Projektbeteiligten strategisch und systematisch vorzugehen und dabei besonderen Schwerpunkt auf die vom Projekt betroffenen Parteien zu setzen. Besonderer Wert wird in diesem Zusammenhang auf einen transparenten Dialog gelegt sowie darauf, Probleme beider Seiten zu verstehen und Lösungen für diese zu finden.
Das Rahmenwerk zur Einbindung der Projektbeteiligten erläutert Verfahren, die innerhalb der NABUCCO-Gesellschaften zur zeitnahen und systematischen Annahme, Aufzeichnung, Berücksichtigung und Beantwortung von Kommentaren der Projektbeteiligten entwickelt werden. Das Rahmenwerk zur Einbindung der Projektbeteiligten ist eine allgemeine Richtlinie für die Einbindung von Projektbeteiligten während sämtlicher Projektphasen des NABUCCO-Projektes.
Details der landesspezifischen Handlungsprogramme werden in den landesspezifischen “Aktionsplänen zur Einbindung von Projektbeteiligten (Stakeholder Engagement Plans -SEPs)” vorgestellt: Die SEPs beziehen sich auf Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Sie liefern die Grundlage, auf der NABUCCO über die gesamte Projektdauer hinweg durch sinnvolles Engagement ein konstruktives Verhältnis mit Projektbeteiligten entwickeln und pflegen soll. Die Aktionspläne zur Einbindung von Projektbeteiligten basieren auf den Grundsätzen, die im Rahmenwerk zur Einbindung der Projektbeteiligten des Projektes dargelegt sind.
Sowohl das Rahmenwerk zur Einbindung der Projektbeteiligten wie auch die Landesaktionspläne zur Einbindung der Projektbeteiligten sind lebende Dokumente und werden im Laufe des Projektzeitraums an sich ändernde Gegebenheiten und Rahmenbedingungen angepasst, wobei die Ergebnisse des laufenden Informationsaustausches mit den Projektbeteiligten in das Dokument einfließen werden.
NABUCCO wird diese Dokumente und jegliche nachfolgenden Aktualisierungen den betroffenen Projektbeteiligten und anderen interessierten Parteien bekannt machen. Das Rahmenwerk zur Einbindung der Projektbeteiligten, wie auch die Landesaktionspläne zur Einbindung der Projektbeteiligten werden aus dem Englischen in die Landessprachen (d. h. Deutsch, Ungarisch, Rumänisch und Bulgarisch) übersetzt.